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Beitragvon trabajadora » Do 23. Jun 2011, 09:36

Wenn in einem Übersetzungsauftrag für die Berechnung des Preises von der Anzahl der Zeilen die Rede ist, bezieht sich das auf den Ausgangstext oder die Übersetzung?
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Beitragvon Constanze » Do 23. Jun 2011, 09:38

Kommt darauf an, was zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vereinbart wurde. Beides ist möglich.
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Beitragvon trabajadora » Do 23. Jun 2011, 21:39

Vielen Dank.
Und wenn vergessen wurde, das im Vertrag extra zu erwähnen, kann der Übersetzer sich das zu seinen Gunsten aussuchen?
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Beitragvon Constanze » Fr 24. Jun 2011, 09:47

Nun, das kann und sollte er versuchen, aber oftmals sitzt doch leider der Kunde am längeren Hebel (besonders, wenn es sich um eine Agentur handelt). Insofern: Preisbedingungen unbedingt immer vorher aushandeln! Dann weiß man, worauf man sich einlässt (oder sich nicht einlässt).

:wink:
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Beitragvon NN » Fr 24. Jun 2011, 09:55

Sorry, ich kann leider gar nicht helfen, hab aber eine Frage:
Um welche Differenz geht es denn ?
Oder anders gefragt: Um wieviel Prozent unterscheidet sich ein deutscher Text von einem spanischen Text, so Pi * Daumen ?

LG
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Beitragvon Inlinerin » Fr 24. Jun 2011, 14:30

µ hat geschrieben:Um wieviel Prozent unterscheidet sich ein deutscher Text von einem spanischen Text, so Pi * Daumen ?

Einen Prozentsatz wage ich nicht anzugeben, aber schauen wir uns doch spaßeshalber mal einen Beispieltext an in: DE, ES und EN

Nun müssten sich Interessierte noch die kleine Mühe machen, alle drei Texte in ein und dasselbe Word-Format zu packen und die Zeilen (in der Regel à 55 Zeichen, Leerzeichen eingeschlossen) oder Wörter auszuzählen (geht mit Word ganz einfach). Meine Prognose, was die Textlänge angeht:
    1. Spanisch
    2. Deutsch
    3. Englisch

Mag sein, dass die Längenunterschiede in so einem kurzen Text noch nicht sehr gravierend sind. Hat man es aber mit mehreren Seiten zu tun, sollte der Unterschied schon signifikant sein. Vorausgesetzt natürlich, dass die Übersetzungen komplett sind. Bei den drei Beispieltexten habe ich das jetzt aus Zeitgründen nicht überprüft.

Ein simples Beispiel für Spanisch-Deutsch noch obendrauf:
la puerta de la casa - die Haustür --> 7 Silben vs. 3 Silben

In der Kabine, beim Simultandolmetschen, können wir ein Lied davon singen. Wenn deutsche Redner spontan (!!!) drei Seiten aus der Tasche ziehen und losrattern wie ein Maschinengewehr, überschlagen wir uns förmlich in der spanischen Kabine, während das bei den Engländern immer noch einigermaßen entspannt klingt...
Saludos, Inlinerin
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Erbsenzählerei

Beitragvon orz » Sa 25. Jun 2011, 10:13

Ich habe mir vor geraumer Zeit die Mühe gemacht, die durchschnittliche Zeichenanzahl von Texten mit jeweils gleicher Anzahl Wörtern in den drei Sprachen zu ermitteln, um bei Übersetzungsanfragen (bei denen nur die Anzahl der Wörter mitgeteilt wird) schnell eine Ahnung zu haben, was ich ungefähr dafür verlangen kann. Es wurden jeweils fachsprachliche und allgemeinsprachliche Texte berücksichtigt.

Im Ergebnis sieht das so aus:

1000 Wörter deutscher Text: 6030-7880 Zeichen (110-144 Normzeilen)
durchschnittlich 6955 / 127
1000 Wörter spanischer Text: 5600-6430 Zeichen (102-117 Normzeilen)
durchschnittlich 6015 / 109
1000 Wörter englischer Text: 5100-6730 Zeichen (93-123 Normzeilen)
durchschnittlich 5915 / 108

Das ganze dient nur zur groben Orientierung, man sieht ja, wie sehr die Zeilenanzahl in Texten einer Sprache schwanken kann. Eine Unterscheidung zwischen wissenschaftlichen Abhandlungen und Filmdialogen etwa ist da schon sinnvoll.

Andersrum wird die Übersetzung eines deutschen Textes ins Spanische also deutlich länger ausfallen (und Inlinerin überschlägt sich in der Kabine). Zum Beispiel dieser Text: http://www.goethe.de/ins/mx/lp/wis/de4176512.htm. Aus 105 NZ deutsch werden 133 NZ spanisch. Wie viel das jetzt in Prozent ist, kann jeder selber ausrechnen.
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Beitragvon NN » Sa 25. Jun 2011, 12:43

Inlinerin hat geschrieben:1. Spanisch
2. Deutsch
3. Englisch

Auf diese Reihenfolge hätte ich auch getippt.
Ich wollte es in einer ruhigen Minute einmal verifizieren, aber orz ist mir ja schon zuvorgekommen.
Merci!
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