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Beitragvon Jamón » Sa 21. Nov 2009, 11:13

Heute und morgen läuft noch die Expolingua in Berlin, Motto in diesem Jahr: Dolmetschen und Übersetzen.

Nachdem ich mir gestern die Werbung der Spanich - Sprachschulen angesehnen habe und die ganze Nacht von einem Kurs in Südamerika geträumt habe, will ich heute "fremdgehen" und einen Esperanto-Kurzlehrgang mitmachen.
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Re: Expolingua

Beitragvon mecmar » Sa 21. Nov 2009, 15:29

Jamón hat geschrieben:Heute und morgen läuft noch die Expolingua in Berlin, Motto in diesem Jahr: Dolmetschen und Übersetzen.

Nachdem ich mir gestern die Werbung der Spanich - Sprachschulen angesehnen habe und die ganze Nacht von einem Kurs in Südamerika geträumt habe, will ich heute "fremdgehen" und einen Esperanto-Kurzlehrgang mitmachen.


Ich hoffe, du erzählst uns dann, wie es dir ergangen ist, ja bitte?

:wink:
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Beitragvon Jamón » Sa 21. Nov 2009, 22:44

Der Vortrag war schon sehr interessant und auch sehr gut besucht. Die Zuhörer konnten mitmachen und haben das auch genutzt, es gab auch viele Fragen.

Esperanto ist eine "lebende" Sprache, obwohl sie künstlich geschaffen wurde, Sie wird von ca. 2 Millionen Menschen überall auf Welt gesprochen, Tendenz steigend. Durch NS-Zeit und unter Stalin war sie verboten, dadurch gab es in Europa einen Einbruch der Verbreitung.

Die Vortragende und einer der Aussteller behaupteten, dass man schon nach ca. 6 Monaten ausreichende Kenntnisse erlernt haben kann. Das kommt u. a. durch den Wegfall von Ausnahmen bei der Konjugation von Verben und andere Vereinfachungen zustande. So gibt es z. B. wie im Englischen nur einen Artikel "la" entspricht "the". Entscheidend bei einer Sprache ist ja auch die Anzahl der Wörter, die man kennen muss. Das wird in Esperanto durch sogenannte Partikel drastisch vereinfacht, die dem Wort angehängt oder vorangestellt werden und so den Sinn stark erweitern oder umkehren können , z. B. bona - gut; malbona - schlecht.

Übrigens: Es gibt keinen subjuntivo !!!

http://de.wikipedia.org/wiki/Esperanto
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Beitragvon mecmar » So 22. Nov 2009, 09:10

Vielen Dank, Jamón


Gab es denn auch Diskussionen über den Sinn des Esperanto? Es gibt ja viele, die der Meinung sind, dass es unsinnig ist, extra eine Sprache zu erfinden. Statt dessen sollte man eine der Sprachen nehmen, die sowieso schon von der oder einer Mehrheit gesprochen wird, und die dann "vereinfachen". So hätte man eine sehr breite und weit verbreitete Grundlage, viel einfachere Verbreitungsmöglichkeiten und im Ganzen weniger Aufwand beim Beibringen der Sprache.



Übrigens, eine Frage off-topic: Wieso nennt ein Manfred sich Jamón?

:?:
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Beitragvon Inlinerin » So 22. Nov 2009, 09:38

mecmar hat geschrieben:... dass es unsinnig ist, extra eine Sprache zu erfinden. Statt dessen sollte man eine der Sprachen nehmen, die sowieso schon von der oder einer Mehrheit gesprochen wird

Und warum sollte einem Teil der Bevölkerung in alle Ewigkeit das Privileg zuteil werden, nie eine Fremdsprache lernen zu müssen und sich, wo auch immer in der Welt, auf die Muttersprache verlassen können, während alle anderen sich in einer Fremdsprache "abquälen" (und in dieser Fremdsprache nur in Ausnahmefällen denselben Beherrschungsgrad und dieselben Ausdruckmöglichkeiten zu erlangen)?

Mal ganz abgesehen davon, dass das Englische - wenn Du das meinst - nun nicht gerade zu den einfacheren Sprachen zählt. Und abgesehen davon, dass "der nordchinesische Dialekt Mandarin [...] mit 1,3 Milliarden Sprechern die meistbenutzte Sprache der Welt ist. Das ist etwa jeder fünfte Mensch!" -->Link :lol:

Der Unsinn fängt schon in großen Unternehmen in D an, die es häufig für besser halten, untereinander schlechtes Englisch zu sprechen anstatt die Landessprache.

Eine leicht zu erlernende Fremdsprache würde gleiche Bedinungen für alle schaffen, die internationale Kontakte pflegen möchten. Mir gefällt die Idee wegen ihres zutiefst demokratischen Ansatzes. Das heißt ja nicht, dass man nicht außerdem noch andere Sprachen lernen kann.
Zuletzt geändert von Inlinerin am So 22. Nov 2009, 09:43, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon Jamón » So 22. Nov 2009, 09:40

Über den Sinn wurde auch diskutiert, führt aber wohl hier zu weit, ist sicherlich auch of topic :D

Es werden ja Wörter bzw. Wortstämme aus allen möglichen Sprachen verwendet, da ist es natürlich von Vorteil, schon einige zumindest etwas zu kennen.

Eine vorhandene verbreitete Sprache zu vereinfachen, benachteiligt alle anderen und funktioniert wohl auch nur lokal, z, B. gibt es ja schon das pidgin english und auch Spanglish.

http://de.lernu.net/
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